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Kinderpflegeausbildung zum Seitenanfang

Abschluss nach zwei Jahren Ausbildung zur staatlich geprüften Kinderpflegerin / Kinderpfleger

Auch in diesem Jahr gehen unsere Schülerinnen und Schüler mit einem guten Kenntnisstand entweder in ihren Beruf, in eine weitere Ausbildung oder ins Hibernia-Kolleg.

Innerhalb ihrer Ausbildungszeit haben die Auszubildenden für jeweils drei Wochen sieben mal unterschiedliche Praxisplätze aufgesucht und praktische Kompetenz im Umgang mit Säuglingen, Kindergarten-, Hort- und Heimkindern erworben. Was heißt das konkret?

Schritt für Schritt bedeutet diese Arbeit, sich mit der Entwicklung des Kindes auseinanderzusetzen. Daran knüpft sich die Frage an, was welches Kind für seine individuelle Entwicklung nötig hat, und was die Betreuer und PraktikantInnen an ihrem jeweiligen Praxisort für eine fördernde und stärkende Entwicklung ihrer Schützlinge tun können.

Das Anregen und Begleiten von Spielprozessen, das Führen kleinerer Kindergruppen durch den Kindergartentag will gelernt sein. Der richtige Einsatz von Liedern und Geschichten sowie Puppenspielen muss erübt und gut gekonnt eingesetzt werden. Sinnesübungen sowie Schulung der Wahrnehmung und die damit verbundene eigene Persönlichkeitsentwicklung will bedacht und positiv mit in den Erziehungsprozess integriert werden. Kindgerechte, liebevolle Pflege und Erziehung, sowie die damit zusammenhängenden praktischen Kenntnisse im Haushalten und Organisieren von sinnvollen Arbeitsabläufen muss erlernt und in der Praxis umgesetzt und erprobt werden.

Dieses alles wird in einer sogenannten abschließenden Aufgabe, die die SchülerInnen an ihrem Praxisort erhalten, abgeprüft.

Im schriftlichen Teil wird dementsprechend eine Vorbesinnung geschrieben, die nach erzieherischen Überlegungen sowie nach methodisch-didaktischen Prinzipien der Durchführung erstellt wird. Die praktische Durchführung wird im Beisein der Ausbilderin sowie einer Leitungsperson des jeweiligen Praxisortes abgenommen.

In diesem Jahr bezogen sich die praktischen Aufgaben für die künftigen Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger auf folgende Schwerpunkte, wovon hier nur einige genannt werden:

  • Märchenkreisgestaltung im Kindergarten durch rhythmische Geschichten und Tischpuppenspiele.
  • Übernahme von Elementen des Morgenkreises durch Fingerspiele, Lieder und rhythmische Übungen.
  • Durchführung von Bastelaktivitäten mit mehreren Kindern.
  • Raumgestaltungsaktion mit Kindern und Jugendlichen in einer ambulanten Tagesgruppe eines Kinderheimes.
  • Backen mit einer Heimkindergruppe.

Die schriftliche Prüfung für den Beruf setzt sich aus zwei Klausuren zusammen, die an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in den Fächern Erziehungslehre und Gesundheitserziehung geschrieben werden. Im Fach Erziehungslehre werden Themen abgefragt, die in der zweijährigen Ausbildungszeit erarbeitet wurden, wie z.B. die kindliche Entwicklung, Erziehungsziele, Erziehungsstile, Erziehungsmittel, interkulturelle Erziehung und der Einfluss gesellschaftlicher Instanzen auf die Erziehungsarbeit. - Bei der Bezirksregierung werden dazu zwei Prüfungsvorschläge eingereicht, von denen einer gewählt wird. Welcher gewählt wird ist auch den Prüfenden ein Geheimnis. Daran schließt sich eventuell noch eine mündliche Prüfung an, über die je nach Zensurenlage vom Prüfungsausschuss entschieden wird.

Marion Halter-Scholz
Monika Sprenger

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