Im Zentrum steht die Entwicklung des Menschen

Der Mensch entwickelt sich durch Lernen. Lernen bedeutet, dass er sich den Dingen zuwendet, die er sich wünscht, die er verstehen kann und die er will.

Was ist Lernen?

Lernen ist ein Suchen nach Erkenntnis und Können. Es ist der Versuch die Welt zu verstehen und zu gestalten. Alle Lernprozesse finden auf ähnliche Art und Weise statt.

Der junge Mensch im Mittelpunkt

Ein Beispiel: Eine Jugendliche möchte Skateboard fahren. Die Motivation/ der Impuls kommt aus dem Gefühl. Sie findet es cool. Ein Skateboard muss her. (Wille) Es stellen sich gleichzeitig konkrete Fragen ein: Wie sind die Kugellager, die Räder, die Oberflächenbeschaffenheit usw. (Denken) Ebenso zur gleichen Zeit kommen Fragen um das Styling auf. (Ästhetik)

Das Skateboard wird gekauft und die Jugendliche stellt sich zum ersten Mal darauf. Wieder ist alles gleichzeitig da: Das Praktische – Sie stellt sich drauf, sie probiert es aus. Das Künstlerische – Es fühlt sich gut an, sie empfindet Harmonie und Wohlbehagen. Das Kognitive – „Es ist ja genau wie ich es mir vorgestellt habe. Es entspricht meinen Erwartungen.“

Mit dem Wunsch Skateboard zu fahren hat das Lernen begonnen. Es wird an diesem Beispiel deutlich, dass in einem Lernprozess immer alle drei Elemente (Denken/Theorie, Fühlen/Kunst und Wollen/Praxis) gleichzeitig vorhanden sind. Dieser einmal begonnene Lernprozess wird nicht enden.

Lernen in der Schule

Gute Pädagogik erkennt an, dass Lernen immer alle drei Elemente beinhalten muss. Es gibt keinen handlungsfreien, emotionsfreien oder erkenntnisfreien Lernprozess. In der Schule muss das Wollen des jungen Menschen durch Vorgaben ersetzt werden. Die Gesellschaft erwartet beispielsweise, dass der Jugendliche die englische Sprache erlernt und die deutsche Rechtschreibung beherrschen muss.

Wir Pädagogen werden der gesunden und vollständigen Entwicklung des jungen Menschen dann gerecht, wenn wir in die einzelnen Unterrichte und in den ganzen Schultag alle drei Elemente gleichwertig und harmonisch einbinden. Unausgeglichenheit zwischen diesen Bereichen würde zu Störungen führen.

Da es uns an der Hiberniaschule darum geht, dem jungen Menschen eine Grundlage zu schaffen, die es ihm ermöglicht seine Lebenswirklichkeit aktiv und selbstbestimmt zu gestalten, baut unsere Pädagogik auf diese Dreigliederung auf. Ein Mensch, der auf eine solche Art ausgewogen lernt, wird seine individuelle Persönlichkeit voll entwickeln können.

Entwicklung von individuellen Qualitäten

Jeder junge Mensch benötigt seine eigenen Anforderungen, was wir durch eine Binnendifferenzierung in heterogenen Schülergruppen am selben Lerngegenstand zu ermöglichen versuchen.

Als Beispiel sei hier der Marionettenbaukurs in der 8. Klasse genannt: Hier geht es um die Auseinandersetzung mit mechanischen Gesetzmäßigkeiten und den menschlichen Proportionen. Jede Schülerin und jeder Schüler kann sich den eigenen Fähigkeiten entsprechend einbringen. Von der einfachen Grundgestalt bis hin zur vollständig bekleideten und im Charakterausdruck sorgfältig ausgestalteten Puppe ist alles möglich.

Es muss die Konstruktion der Mechanik im Körper und der Aufhängung der Fäden am Handkreuz bedacht und geplant werden. Diese Planungen müssen handwerklich präzise umgesetzt werden und die Gestaltung muss empfunden und ausgeführt werden.

Es wird eine breite Basis von Kompetenzen und Fertigkeiten gelegt. Jeder übt seine individuelle Ausdauer und lernt zielorientiert zu sein. Mancher benötigt hier Hilfen, um sich eine grundlegende Basis zu schaffen, andere benötigen zusätzliche Anforderungen, um ihrem eigenen Entwicklungsstand gemäß gefordert zu werden. Eine wichtige Lernerfahrung ist das individuelle Erfolgserlebnis auf verschiedenen Niveaus, denn eine für den Lernprozess wichtige Selbsterfahrung ist der Erfolg.

Um eventuell vorhandenen Entwicklungsverzögerungen oder Defiziten noch weiter gerecht werden zu können, haben wir ein Förderprogramm eingerichtet.

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