Hilfe zur Konfliktbewältigung

Das Schülerstreitschlichtungsprojekt gibt es seit einigen Jahren an der Hiberniaschule. Gibt es deswegen weniger Streit in der Schule? Vermutlich nicht. Denn: Gut gestritten ist halb vertragen.

Streit gehört dazu

Der Streit gehört zum sozialen Miteinander einer Gemeinschaft wie das Salz in die Suppe. Wo viele Menschen es täglich miteinander zu tun haben ist Reibungsfläche und Konfliktpotential.

Die Streitschlichter haben bei einem Konflikt nicht die Rolle eines Richters oder im Schulalltag gar die von Polizisten. Sie haben vielmehr die Aufgabe, Streitenden die Unterstützung zu bieten, die sie brauchen, um ihren Konflikt zu lösen. Das kann sein: Ein offenes Ohr, ein tröstendes Wort, ein vermittelndes Gespräch, Anregung zur Konfliktlösung und Hilfestellung dabei.

Die Hiberniaschlichter lernen während ihrer Ausbildung im 9. Jahrgang eine Menge über Kommunikation, Gewalt und Mobbing, aber auch über das Zuhören und über das Formulieren hilfreicher Fragen. Sie üben ein Streitschlichtungsgespräch zu führen.

Wenn sie die Schlichtungsarbeit dann während des 10. Schuljahres übernehmen, sind sie  in der Realität mit komplexen Situationen konfrontiert, die sie erkennen lernen und dann in Teilschritten bearbeiten müssen. Dazu gehört auch eine große Portion Selbstkoordination und Mut, Initiative, Engagement und Einfühlungsvermögen, um nur einige Qualitäten zu benennen, welche die Schüler während ihrer Ausbildung erüben.

Die Schüler fühlen sich ernst genommen mit ihren Konflikten und sozialen Auseinandersetzungen innerhalb der Schule, sie helfen sich selbstverständlich untereinander und unterstützen sich in schwierigen Lebenssituationen. So leben sie sich gegenseitig vor, wie man positiv mit den im Alltag aufkommenden Konflikten umgehen kann.

Was hat sich durch das Projekt verändert? Es gibt eine offene Konfliktkultur an der Schule: Wer sucht, findet Hilfe und Unterstützung, und es gibt in jedem Jahr mehr konfliktbeständige und kommunikationsgeschulte junge Menschen an unserer Schule, die einen guten Blick dafür gewinnen konnten, was sie im Alltag einer Klassengemeinschaft oder Schulgemeinschaft erleben.

Das Projekt ist eine weitere Schnittstelle wo Schüler und Lehrer miteinander auf das gleiche Ziel zuarbeiten. Inzwischen gibt es eine Gruppe von Streitschlichtern in der Unterstufe, die sich um die Belange der ganz kleinen Schüler kümmern können. Sie sind vernetzt mit denen aus der Oberstufe.

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