AUSBILDUNG TISCHLEREI

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Fachausbildung zum Tischler bzw. zur Tischlerin.

AB DER 1. KLASSE

An unserer Schule gehören Denken und Handeln von Anfang an zusammen.

Schon ab der 1. Klasse erleben die Schülerinnen und Schüler, dass Lernen weit mehr ist als Theorie. Handarbeit, künstlerisches Gestalten und praktisches Arbeiten fördern Kreativität, Geschick und Selbstvertrauen – und machen Zusammenhänge unmittelbar erlebbar. Mit Schnitzen, Plastizieren sowie den Handwerker-, Ackerbau- und Hausbauepochen wächst Schritt für Schritt ein tiefes Verständnis für Materialien, Werkzeuge und Arbeitsprozesse. So entstehen nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern auch Neugier, Verantwortungsbewusstsein und Freude am eigenen Schaffen.


BERUFSGRUNDBILDUNG

Ab der 7. Klasse beginnt die berufliche Grundbildung. In einem vielseitigen Kurssystem verbinden sich Allgemeinbildung und praktische Ausbildung zu einem starken Fundament. Unterricht, Kurse und Praktika greifen dabei nahtlos ineinander: Was im Klassenzimmer verstanden wird, wird in der Werkstatt angewendet – und umgekehrt. Mit einem breiten Wissen über Werkstoffe und ihre Bearbeitung starten die Schülerinnen und Schüler in die Ausbildung. Moderne Technologien wie CAD und CNC gehören dabei genauso selbstverständlich dazu wie traditionelle Handwerkskunst. Praxisnahe Projekte und individuelle Förderung bereiten sie gezielt auf die Abschlussprüfungen und das spätere Berufsleben vor. Besonders wichtig ist uns, dass unsere Schülerinnen und Schüler Verantwortung übernehmen. Sie planen Projekte eigenständig, entwickeln Lösungen und lernen, Herausforderungen mit Kreativität und Ausdauer zu meistern. So entstehen nicht nur qualifizierte Fachkräfte, sondern selbstbewusste Persönlichkeiten mit Freude am Lernen und einer Berufsfähigkeit, die sie ein Leben lang begleitet.



Hiberniaschule in Herne, Waldorfschule Ruhrgebiet, Waldorfschule, Tischlerei, Ausbildung

Die Tischlerausbildung – Handwerk mit Verantwortung, Kreativität und Zukunft

BERUFSFACHBILDUNG

Die Ausbildung beginnt mit einer gemeinsamen Einführung, in der alle wichtigen organisatorischen Abläufe sowie Rechte, Pflichten und Regeln des Schulalltags besprochen werden. Im Einstufungskurs lernen die Lehrkräfte die handwerklichen Fähigkeiten und Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler kennen. Anhand eines kleinen Projekts – bewusst ohne Maschinenarbeit – wird der individuelle Kenntnisstand aus den verschiedenen handwerklichen Bereichen ermittelt. Bereits zu Beginn des 11. Schuljahres steht ein zentrales Praxisprojekt auf dem Programm: die Fertigung einer eigenen Werkzeugkiste. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler an sämtlichen Holzbearbeitungsmaschinen intensiv in die sichere Handhabung eingewiesen – selbstverständlich nach den Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaft Holz und Metall. Durch die kontinuierliche Begleitung und sorgfältige Aufsicht konnte über die Jahre ein sicheres Arbeiten gewährleistet und größere Unfälle vermieden werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Teamarbeit. In gemeinsamen Projekten lernen die Schülerinnen und Schüler den fachgerechten Umgang mit Plattenwerkstoffen und verschiedenen Beschichtungen. Dabei entstehen unter anderem Schultische und weitere Möbelstücke, die tatsächlich im Schulalltag genutzt werden. Im Mittelpunkt steht nicht nur das Erlernen handwerklicher Fertigkeiten, sondern auch die Fähigkeit, eigene Stärken in ein Team einzubringen und gemeinsam hochwertige Ergebnisse zu erzielen. So entstehen nachhaltige Produkte mit echtem Nutzen – statt reiner Übungsstücke.


PFLEGEPRAKTIKUM

Im November des 11. Schuljahres absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein Pflegepraktikum. Dort sammeln sie wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Menschen, erleben realistische Arbeitsstrukturen und Hierarchien und lernen den respektvollen Kontakt mit Bewohnerinnen und Bewohnern (Kunden) kennen. Gleichzeitig erhalten sie Einblicke in gesellschaftliche und politische Zusammenhänge sowie in die Bedeutung und Förderung sozialer Einrichtungen.


PRAKTISCHE ERFAHRUNGEN & EIGENVERANTWORTUNG

Auch außerhalb der Werkstatt sammeln die Auszubildenden praktische Erfahrungen. Beim Auf- und Abbau der Basarhütten, Verkaufsstände sowie während der Zirkuszeit lernen sie Montagearbeiten unter realen Baustellenbedingungen kennen. Für den Basartag entwickeln, planen und fertigen sie außerdem kleine Werkstücke, die kundenorientiert gestaltet und am Veranstaltungstag verkauft werden. Dabei steht nicht die Gewinnerzielung, sondern das Erleben des gesamten Entstehungs- und Vermarktungsprozesses im Vordergrund. Mit zunehmender Ausbildungsdauer wächst die Eigenverantwortung. Die Schülerinnen und Schüler werden intensiv dabei begleitet, eigene Projekte selbstständig zu entwickeln, zu planen und umzusetzen. Dazu gehören ebenso die Kalkulation von Arbeitszeiten und Materialkosten wie eine strukturierte Arbeitsvorbereitung. Auf diese Weise werden vorhandene Fähigkeiten gezielt erweitert und die Grundlage für selbstständiges Arbeiten geschaffen.


KUNSTBETRACHTUNGSFAHRT

Ein besonderer Bestandteil der Ausbildung ist die Kunstgeschichtsfahrt der 12. Klassen. Dort setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit historischen und politischen Zusammenhängen der Antike auseinander. Vor Ort zeichnen sie dorische, ionische und korinthische Säulen sowie ausgewählte Bereiche archäologischer Ausgrabungsstätten und vertiefen so ihr Verständnis für Architektur, Gestaltung und Proportionen.

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ABSCHLUSSSTÜCK

Im CNC-Lehrgang erwerben die Schülerinnen und Schüler wichtige digitale Kompetenzen für das moderne Tischlerhandwerk. Sie lernen die Erstellung technischer Zeichnungen nach DIN 919 sowie deren Weiterverarbeitung für computergesteuerte Fräsmaschinen (CNC). Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit den erforderlichen Softwareprogrammen für die Datenübergabe. Ergänzt wird der Unterricht durch das klassische Zeichnen mit Tusche sowie das Anfertigen freier Skizzen – wichtige Grundlagen für Planung, Konstruktion und Gestaltung.
Bereits ab den Herbstferien der 12. Klasse beginnen die ersten Planungen für die Arbeitsaufgabe 2 – das persönliche Abschlussstück. Anfangs werden die Schülerinnen und Schüler intensiv begleitet, bevor sie zunehmend eigenständig ihre Entwürfe entwickeln, Materialien auswählen und die vollständige Kalkulation erstellen. Das fertige Werkstück ist der Höhepunkt der Ausbildung und wird im Rahmen der gemeinsamen Abschlussfeier der Öffentlichkeit präsentiert. Jahr für Jahr entstehen dabei beeindruckende Einzelstücke, die das handwerkliche Können, die Kreativität und die persönliche Entwicklung der Absolventinnen und Absolventen eindrucksvoll widerspiegeln

KONTAKT

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Ausbildungskoordination, Ausbildung Tischlerei

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