GROßE WERKE KÖNNEN NUR GEMEINSAM GELINGEN

„Musikalische Bildung an der Hiberniaschule“

DAS CHOR- & ORCHESTERPROJEKT

 

Gemeinsames Musizieren macht Freude und schafft neben der musikalischen Kompetenz auch eine starke Sozialkompetenz.
Der Oberstufenchor und das Oberstufenorchester haben an der Hiberniaschule eine besondere Bedeutung.


FELIX MENDELSSSOHN BARTHOLDY

PAULUS

Oratorium, für Soli, Chor und Orchester - Eine Auswahl 

Premiere am 25. und 26. März 2026 in der Propsteikirche St. Urbanus in Gelsenkirchen-Buer

 

Solisten: Linda Bennett (Sopran), Gary Bennett (Tenor), Martin Glagovsek (Bass-Bariton) 
Leitung: Constanze Hayn

 

Das Oratorium „Paulus“ (Uraufführung 1836) ist Mendelssohn-Bartholdys erstes Oratorium, das er mit 27 Jahren schrieb.

Er hatte die Idee, eine Trilogie von Oratorien zu schaffen, mit dem Ziel, die großen Figuren der jüdisch-christlichen Tradition musikalisch zu portraitieren: „Elias“ – der Prophet, der den Jahwe-Glauben in Israel bewahrte; „Christus“ – Gottes Sohn, der Messias und Erfüller der Sehnsucht des Gottesvolkes (dieses Werk blieb unvollendet); und „Paulus“ – der jüdische Pharisäer, der das Christentum in die heidnische Welt trug und im Römischen Reich verkündigte.


Mache dich auf, werde Licht….
Sehet, welch eine Liebe….

Er lästert Gott! Weg mit ihm! Er soll sterben! So skandiert der Chor in Es-Dur. Doch ganz plötzlich beruhigt sich die aufgepeitschte Musik. Auf dem gänzlich fremden Ton Fis öffnet sich über dem gesteinigte Stephanus der Himmel. In mildem Licht sieht er „des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehn“. D-Dur. Welch unerhörte Modulation!

 

Das wichtigste musikalische Motiv allerdings erscheint schon gleich am Anfang in der Ouvertüre. Wie damals üblich, hat das ganze Oratorium ein symphonisches Vorspiel, um die Zuhörer auf das kommende Geschehen einzustimmen. Mendelssohn hat in dieser Ouvertüre den bekannten Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Philipp Nicolai verarbeitet.


Die inhaltlich zentralste Szene des Werks findet sich in der Nummer 14. Dort wird in einem Rezitativ erzählt, wie Saulus auf dem Weg nach Damaskus ist, um Christen als Gotteslästerer zu fangen und vor den Hohen Rat nach Jerusalem zu bringen, damit sie wie Stephanus gesteinigt werden können. Doch der auferstandene Christus begegnet ihm und fragt: „Saul, was verfolgst du mich?“ Diese Klänge singt ein Frauenchor, eingebettet in schwebende Fis-Moll-Akkorde der Bläser. Sobald klar wird, dass Saulus’ Leben sich grundlegend wandeln wird und Christus ihm befiehlt, in die Stadt zu gehen, um weitere Weisung zu empfangen, wandeln sich die Harmonien zu einem strahlenden D-Dur.


Für Chor und Orchester bedeutete die Erarbeitung des Oratoriums Paulus (dies Werk wurde zum ersten Mal an der Hiberniaschule aufgeführt!) seit Jahresbeginn viel Geduld und unzählige Proben. Zunächst gab es geteilte Proben (Sopran/Alto, Tenor/Bass); das Orchester probte eigenständig, vertiefte sein Können auf einer Orchesterfahrt. Dann war es endlich so weit: Die gemeinsamen Proben gaben einen ganz anderen Eindruck – es begann zu klingen. Die Freude am Singen und an der Musik hat uns allen diesen langen Atem geschenkt und das so wunderschön gelungene Ergebnis wurde mit tosendem Applaus belohnt!

INTERNATIONALES BEGENUNGSPROJEKT

 

„Über Grenzen hinweg, … junge Menschen machen Kunst und Musik“
24. Mai - 31. Mai 2025

 

Unsere Begegnungsprojekte mit der polnischen Schule und den Tänzern haben in diesem Jahr 2025 seit unglaublichen 25 Jahren stattgefunden. Es ist wahrlich ein Jubiläum! 

 

Im Jahre 1999 fragte ich (Eckart Fuckert) bei der polnischen Schule in Łuków nach einer musikalischen Zusammenarbeit an. Die polnischen Leiter sagten sehr spontan zu - und gründeten daraufhin einen vierstimmigen Chor! Dieser Chor blieb bestehen und hat nun seit 25 Jahren Tradition an dieser Schule, immer in Verbindung mit unseren gemeinsamen großen Begegnungswochen.




EIN GENUSS FÜR OHREN UND AUGEN


Ein gelungenes Abschlusskonzert kommt nur zustande, wenn alle Schüler aufeinander hören und miteinander musizieren. Das Individuelle geht auf im Allgemeinen.

 

Ab der 10. Klasse können sich die Schüler für den Oberstufenchor oder das Oberstufenorchester entscheiden. Hier musizieren dann alle Schüler von der 10. bis zur 14. Klasse gemeinsam. Jedes Jahr wird so ein großes klassisches Werk erarbeitet, welches dann im Frühling nach einer Orchesterfahrt und einer Probenwoche zur Aufführung kommt.

 

Durch eine Chorpartnerschaft mit einem polnischen Schülerchor von einem Lyzeum in Łuków in der Nähe von Warschau werden regelmäßig gemeinsame Chorprojekte mit Konzertreisen und Begegnungskonzerten in Herne und Łuków veranstaltet. Hier ist als Höhepunkt eine Konzertreise im März 2009 zu nennen mit 260 Hiberniaschülern, die gemeinsam mit 120 Schülern aus Łuków in der Staatsphilharmonie von Lublin das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms im Gedenken an die Opfer des 2. Weltkrieges aufführten. Im Gegenzug kamen im Juni 2010 150 polnische Schüler nach Herne um gemeinsam mit unseren Schülern den „Day of Song“ zu feiern, welcher mit einem großen Abschlusskonzert in der Schalke-Arena, Gelsenkirchen endete.


FOLGENDE WERKE WURDEN IN DEN LETZTEN JAHREN AUFGEFÜHRT


Felix Mendelssohn Bartholdy op. 70, für Soli, Chor und Orchester: Elias

Felix Mendelssohn Bartholdy, für Soli, Chor und Orchester: Paulus

C. Orff: Carmina Burana
J. Brahms: Ein Deutsches Requiem,
J Haydn : Die Schöpfung
W. A. Mozart: Requiem, Krönungsmesse
J.S. Bach: Weihnachtsoratorium
A. Bruckner: Te Deum
A. Dvorak: Missa in D
A. Vivaldi: Gloria
G. F. Händel: Messias



„Ein Genuss für Ohren und Augen“

 


GRUNDLAGE MUSIKUNTERRICHT

An der Hiberniaschule wird der Musikunterricht durchgehend von der 1. bis zur 14. Klasse erteilt. In den ersten Jahren lernen die Kinder Singen, Tanzen und das Flötenspiel, so dass ihr Gehör geschult, ihre stimmlichen und motorischen Fähigkeiten gesteigert und ihr Rhythmusgefühl entwickelt wird. Nach und nach kommen nun das Notenlesen und andere musiktheoretische Inhalte hinzu, bis ein komplexes musikalisches Verständnis entsteht.
In den ersten drei bis vier Schuljahren entscheiden sich viele Kinder dafür, ein Orchesterinstrument zu erlernen. Hierzu bietet die Hiberniaschule unterstützend, in einem großen Instrumentenverleih, sämtliche Orchesterinstrumente an. Außerdem besteht die Möglichkeit, bei ausgesuchten Instrumentalpädagogen, z.B. von den Bochumer Symphonikern, Einzelunterricht in den Schulräumen zu bekommen.
Ihre Fähigkeiten im Instrumentalspiel können die Schüler ab der 5. Klasse im Klassenorchester erproben.



DAS MITTELSTUFENORCHESTER & DER MITTELSTUFENCHOR

In der 6. und 7. Klasse musizieren die Schüler neben dem normalen Musikunterricht im klassenübergreifenden Mittelstufenorchester und Mittelstufenchor.
Das Singen hat an der Hiberniaschule eine große Bedeutung. Im Unterricht findet eine kontinuierliche Stimmbildung und Stimmschulung statt, so dass alle Schülerinnen und Schüler nach 9 Schuljahren in der Lage sind anspruchsvolle Werke im Schulchor ab der Klasse 10 zu erarbeiten.



DER OBERSTUFENCHOR

Ab der 10. Klasse können sich die Schüler für den Oberstufenchor oder das Oberstufenorchester entscheiden. Hier musizieren dann alle Schüler von der 10. bis zur 14. Klasse gemeinsam. Jedes Jahr wird so ein großes klassisches Werk erarbeitet, welches dann im Frühling nach einer Orchesterfahrt und einer Probenwoche zur Aufführung kommt.



MUSIKALISCHE BILDUNG IM KOLLEG

Im Hibernia-Kolleg kann Musik als Grund- oder Leistungskurs gewählt werden und ist damit eine interessante Alternative neben Sprachen und Naturwissenschaften auf dem Weg zum Zentral-Abitur.



MUSIKALISCHE AKTIVITÄTEN & INTERNATIONALE BEGEGNUNGEN

Durch eine Chorpartnerschaft mit einem polnischen Schülerchor von einem Lyzeum in Lukow in der Nähe von Warschau werden regelmäßig gemeinsame Chorprojekte mit Konzertreisen und Begegnungskonzerten in Herne und Lukow veranstaltet.

So ganz nebenbei gibt es noch viele musikalische Aktivitäten, die das Schulleben bereichern, z.B. Musik zur Weihnachtszeit, zum Sommerfest und zum Klassenspiel. Als Höhepunkt sind hier die Musicalproduktionen zu nennen, in denen die Schüler als Solosänger und Schauspieler auf der Bühne stehen und immer wieder Mitschüler und Eltern begeistern. Zur Aufführung kamen in den letzten Jahren die Musicals: My Fair Lady, Cabaret, Jesus Christ Superstar, Linie 1, Anatevka, Die Dreigroschenoper, Mary Poppins, Oliver Twist und Der Mann von La Mancha. So trägt die Musik an der Hiberniaschule dazu bei, dass die Schüler mit allen Sinnen lernen und arbeiten und sich in ihrer Musikalität und Kreativität entwickeln können.